Warum fühlen wir uns mit manchen Menschen wohl und können entspannen und mit anderen nicht?
Was im Körper geschieht
Im Kontakt mit einer uns freundlich gesonnenen, ruhigen, „warmen“ Person wird der Parasympathikus aktiv. Wir kommen buchstäblich runter, was die gesamte Körperchemie verändert, denn jetzt wird das Glückshormon Serotonin und das Bindungshormon Oxytocin verstärkt ausgeschüttet.
„Wenn wir aufgeregt und gestresst sind, kann die Anwesenheit eines wohlwollenden Menschen uns mit dem Gefühl durchströmen, gehalten zu werden.“
Co-Regulation hat viel mit Präsenz, sich selbst im Körper spüren, Entspannung, Rhythmus und Entschleunigung zu tun. Das vegetative Nervensystem besteht u. a. aus dem Parasympathikus, der aktiv ist, wenn wir entspannen, und dem Sympathikus („Stressnerv“), der auf Aktivität gepolt ist und Stresshormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol ausschüttet.
Wie alles beginnt
Am Anfang des Lebens ist das Nervensystem noch nicht ausgereift und die schützende Ummantelung der Nerven, das Myelin, fehlt teils noch. Die Verbindung zur Mutter und das zeitnahe Erfüllen der grundlegenden Bedürfnisse – Schutz und Wärme, Nahrung, Schlaf, trockene Windeln – sind maßgeblich für die Co-Regulation. Wenn davon ausreichend vorhanden ist, unterstützt das ein gesundes Heranwachsen und ist die Voraussetzung für unsere Selbstregulation.
„Auch wenn es in der frühen Zeit an Ruhe und Zuwendung gefehlt hat, ist es nie zu spät, Geborgenheit nachzunähren.“
Wie ich begleite
Es gibt Zeiten, in denen es an zugewandtem Kontakt mangelt und die Selbstregulation aus dem Gleichgewicht gerät. Dann kann Co-Regulation über die Craniosacrale Körpertherapie, den prä- und perinatalen Ansatz und Somatic Experiencing die Seele wieder harmonisieren. So stellen sich wieder Freude und Zuversicht ein.

Sabera A. Dringenberg
Heilpraktikerin in Stuttgart-Mitte. Seit 1997 begleite ich Menschen – mit Craniosacraler Therapie, Somatic Experiencing und prä- und perinataler Arbeit. Mehr über mich
